InBIT Ruhrgebiet - 27.06.2011
Berufseinstieg mit Profilhilfe - das InBIT Ruhr ergänzt das Programm "Berufseinstiegsbegleitung" an Schulen mit interessanten Projekten
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Die Berufseinstiegsbegleiter des InBIT Ruhr begeistern Schüler wie Lehrer mit kreativen Projekten, die sie regelmäßig an Schulen durchführen. Einige von diesen sind bspw. der "Berufsparcours", die "Berufemodenschau" oder die Beteiligung an Musicalprojekten.
Schüler der achten bis zehnten Klassen nehmen an dem Programm "Berufseinstiegsbegleitung" teil. Dieses Programm wird bundesweit an rund 1000 Förder-, Haupt- und Gesamtschulen angeboten und von der Bundesagentur für Arbeit finanziert. Das InBIT Ruhr führt dieses Programm seit Februar 2009 sehr erfolgreich an nunmehr 11 Schulen in Bottrop, Gladbeck und dem Kreis Recklinghausen durch. Darüber hinaus konnte das InBIT Ruhr über diese hervorragenden Kontakte das Berufsorientierungsprojekt (BOP) an 15 Schulen etablieren. Dazu trugen insbesondere die vielen interessanten Aktionstage und Projekte an den Schulen bei, die die Berufseinstiegsbegleiter mit den Schülern planen und durchführen. Der Berufsparcours war nur eines von diesen.
"Berufsparcours - eine Aktion von Schülern für Schüler"
Was verbirgt sich eigentlich hinter den Berufsbildern wie Gärtner, Friseur oder Altenpflegerin? Dieser Frage gingen am Montag, den 06. Juni 2011, Schüler der Fröbelschule in Gladbeck nach.
Am Vormittag führten sie ihre Schulkameraden durch Stationen, die diese passend zu ihrem Berufsbild aufgebaut hatten. Der so genannte Berufsparcours erforderte Ausdauer und Konzentration. Hier erhielten die Schüler die Möglichkeit, sich unterschiedlichen Berufsfeldern spielend zu nähern. Berufsvorbereitung durch praktische Parcours: Nicht über Berufe reden, sondern sie erlebbar und begreifbar zu machen, war das Ziel des Berufsparcours. Wochenlang haben sich die Schüler der neunten Klasse auf diesen Tag vorbereitet, um ihren Mitschülern den Berufsparcours präsentieren zu können. Von der Idee bis zur Umsetzung unterstützen sie dabei die Berufseinstiegsbegleiterinnen Elisabeth Hotze und Heike Heisterkamp von dem InBIT Ruhr. Die Berufseinstiegsbegleitung des InBIT Ruhr initiiert und betreut diese Projekte an den verschiedenen Schulen, um die Chancen der Schüler auf einen erfolgreichen Übergang in eine Berufsausbildung deutlich zu verbessern. Elisabeth Hotze resümiert: "Die rund 50 Schüler waren begeistert von dem Parcours. Sie haben die Aufgaben ernst genommen und dabei mehr über die vorgestellten Berufe erfahren."
Echte Profis - die "Berufemodenschau"
Die Schüler der Förderschule Fröbelschule sind echte Profis in der Auseinandersetzung mit ihrem Berufswunsch. Im vergangenen Jahr veranstalteten sie eine Berufemodenschau mit selbst gestalteten Kostümen, die zu ihrem gewählten Beruf passten. Mit einer Showeinlage aus Musik, Gesang und Tanz stellten sie diese in der Schulaula mit Selbstbewusstsein und viel Freude einem ausgewählten Publikum vor. Schon hier stellten die Schüler unter Beweis, dass sie über ihr Berufsziel Bescheid wissen und auch musikalisch wie tänzerisch eine ganze Mende in ihnen steckt.
Musical "Ich will leben" mit Musical-Begleitung durch professionelle Berufseinstiegsbegleiter
"Eine bemerkenswerte Musical-Begleitung", titelte die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) vom 11. Mai 2011 und berichtete über die bereits zum zweiten Mal durchgeführte Musical-Begleitung durch den Berufseinstiegsbegleiter des InBIT Ruhr Bernd Häßler an der Erich-Fried-Hauptschule.
Nach dem Bühnenstück um den Bergmannstreik von 1889 und nach "König von Zeche" ist "Ich will leben" bereits das dritte Projekt in federführender Regie von Walter Hüßhoff (IGBCE Mitte). Auch dieses Stück setzt mit den zentralen Themen Kohle und Kumpel, Arbeit und Kultur auf viel Lokalkolorit, greift dabei aber auch die Lebenswelt der Jugendlichen aus Gladbeck-Brauck auf. Bei der Umsetztung wird Walter Hüßhoff durch fachkundige Mitstreiter unterstützt: Schulsozialarbeiterin Gabi Brockmann und Lehrerin Katarzyna Gawron zählen zum Theaterteam. Profis aus der Musikszene mit Friederike Dopp, Norbert Gerbig und Rheinhard Dannhoff gestalten mit den Akteuren den musikalischen Part. Bernd Häßler ergänzt das Team, mit dem Ziel die Schüler in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen auch bei den Proben Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit und Diziplin zu vermitteln, die sie bei einem erfolgreichen Start in das Berufsleben benötigen. Die WAZ besuchte das Probengeschehen und schrieb in ihrer Ausgabe vom 11. Mai 2011: "Alle beteiligten (Akteure) betonen, dass sich bei der Musical-Premiere in hervorragender Weise auch Fähigkeiten und Tugenden für einen erfolgreichen Berufseinstieg trainieren lassen."
Die Erich-Fried-Schülerinnen und Schüler sind mit echtem Herzblut bei der Sache; sie legen selbst Wert darauf, eine möglichst gute Bühnenleistung abzugeben."
Am 06. Juli 2011 um 18:00 Uhr feiert das Musical "Ich will Leben" in der Gladbecker Stadthalle Premiere. So wie es aussieht, wird auch dieses Stück - ebenso wie "König der Zeche" und der Vorgänger - ein voller Erfolg.
Das ehrgeizige Ziel der Gladbecker Theaterformation ist es, ihr Stück bei der nächsten Eröffnung der legendären Recklinghäuser Ruhrfestspiele im Mai 2012 vorzustellen. Mit seinen Themen rund um die Ruhrgebietskultur passt das Stück perfekt in die Recklinghäuser Festspielidee.