InBIT Tschechien -- 22.11.2011
Am 22. November fand in den Räumen von Mercedes Benz Ceska Republika ein Wirtschaftsgespräch statt, an dem auch der RL Tschechien, Herr Jan Blàha und der GF Dietmar Mantel teilgenommen haben.
Zum Thema „Die Bedeutung der Ausbildung für die Wettbewerbsfähigkeit des Produktions- und Entwicklungsstandorts Tschechien“ diskutierten u.a. Vertreter aus Politik und Industrie sowie die Leiterin des Ressorts Bildungspolitik im Deutschen Industrie- und Handelskammertag, Sybille von Obernitz kontrovers und informativ. Der Wunsch der deutschen und tschechischen Unternehmen nach der Einführung des Dualen Systems in Tschechien wurde vom Bildungsminister Josef Dobes kategorisch abgelehnt. Viele Unternehmen haben große Probleme bei der Stellenbesetzung und suchen händeringend Fachkräfte und geeigneten Nachwuchs.
Das InBIT ist seit 2006 Mitglied der DTIHK.
Von links: Bernard Bauer (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied DTIHK), Dietmar Mantel (GF InBIT) Sybille v. Obernitz (Leiterin Bildungspolitik Deutscher Industrie- und Handelskammertag), Hr. Blàha (RL InBIT Tschechien)
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Veröffentlichung Bundesministerium für Bildung und Forschung
03.08.2011
Tschechien: Firmen wollen Duale Ausbildung
Laut einer aktuellen Umfrage der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) würden fast 60 Prozent der befragten Investoren die Einführung einer Dualen Ausbildung nach deutschem Muster in Tschechien begrüßen. Lediglich einer von 20 Teilenhmern an der Umfrage lehnte dies ab. Gut ein Drittel gab allerdings an, das Duale Ausbildungssystem überhaupt nicht zu kennen.
In ihrer alljährlichen Umfrage zum Wirtschaftsstandort Tschechien fragte die DTIHK ihre rund 600 Mitgliedsfirmen und über 1.400 weitere Unternehmen vor allem mit deutscher Beteiligung erstmals nach der Dualen Berufsausbildung. Dieses Ausbildungsmodell hat in Deutschland, Österreich und zum Teil in der Schweiz jahrzehntelange Tradition.
In der Befragung sprach sich die absolute Mehrheit für die Einführung eines dualen Ausbildungssystems aus: Knapp 60 Prozent würden dessen Einführung in Tschechien sehr oder teilweise begrüßen. Viele von ihnen kennen das System aus der ausländischen Muttergesellschaft.
"Dieses System beruht darauf, dass in den Schulen vermittelte Kenntnisse parallel direkt in den Unternehmen angewendet und dort vertieft werden", erläutert Bernard Bauer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DTIHK. "Dies hat gegenüber Schulwerkstätten und gelegentlichen Praktika den Vorteil, dass regelmäßig genau das gelernt wird, was die Betriebe brauchen. Die Auszubildenden können daher oft nach der Ausbildung in diesen Betrieben weiterarbeiten. Die Mehrheit unserer Mitgliedsunternehmen, darunter auch viele tschechische, wünschen sich deshalb auch in Tschechien ein entsprechendes System", fügt er hinzu.
36 Prozent der befragten Unternehmen kennen die Duale Ausbildung allerdings noch nicht.
Von denjenigen Umfrageteilnehmern, die das duale Ausbildungssystem kennen, würden über 90 Prozent dessen Einführung in Tschechien begrüßen. In der Versorgungs- und Abfallwirtschaft, dem Baugewerbe und dem Handel stehen sogar alle befragten Unternehmer, die das duale Ausbildungssystem kennen, hinter dessen Einführung in Tschechien. Lediglich im Dienstleistungsbereich sind die Skeptiker mit rund 10 Prozent etwas stärker vertreten.
Schon 2008 zeigte eine DTIHK-Umfrage, dass es für mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen schwierig war, qualifizierte Facharbeiter zu finden. Künftig erhoffen sich die Unternehmen ein größeres Interesse der Berufsschüler an technischen Fächern und eine Verbesserung der praktischen Fähigkeiten.
Dazu könnte das Duale System einen wichtigen Beitrag leisten.
Quelle: Pressemitteilung Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer, 26.07.2011
